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Flyern mit der NGG – bei Bayernland in Regensburg

Information für die Beschäftigten von Bayerland für die bevorstehenden Tarifverhandlungen.

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Veranstaltungen der Jugendinitiative gegen Rassismus und Antisemitismus (JIGRA)

Laut § 6 Versammlungsgesetz sind Rechte, Neonazis, deren Sympathisanten sowie Personen die in der Vergangenheit durch rassistische, antisemitische oder nationalistische Äußerungen aufgefallen sind von der Veranstaltung ausgeschlossen

15.07. Jörg Kronauer

Europäische Rechte

 

Im Vortrag soll ein Überblick zu wirkungsmächtigen rechten Parteien und Bewegungen in Europa gegeben werden. Wie entwickelte sich die Rechte in verschiedenen europäischen Ländern nach 1945 und was für Auswirkungen hatte das Ende des Realsozialismus? Wo ist die Rechte besonders erfolgreich, wie sehen ihre Strukturen aus, was finden aktuell für Entwicklungen statt und welche Art der Zusammenarbeit der Rechten gibt es in Europa?

16.09. Klaus Thörner

Deutsche Südosteuropapolitik im Wandel der Zeit

Im Vortrag soll eine Zusammenfassung deutscher Südosteuropapolitik seit der Staatsgründung Deutschlands erfolgen. Welche Kontinuitäten gibt es bezüglich ideologischer Muster sowie politischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen? Was sind die Gemeinsamkeiten und Unterschiede während des Kaiserreichs, der Weimarer Republik, des NS-Faschismus sowie der Bundesrepublik? Gibt es einen „deutschen Drang nach Südosten“?

07.10. Stephan Grigat

Rassismus und Wertgesetz

Im Vortrag soll Rassismus speziell an Hand der polit-ökonomischen Bedingungen erklärt werden, unter denen dieser ständig wiederkehrt. Welche Folgen hat beispielsweise die Art und Weise des Wirtschaftens oder die Existenz einer nationalstaatlich konstituierten Welt für die Denk- und Praxisformen in den modernen Gesellschaften? Wie nehmen die Menschen sich selbst und andere Menschen wahr? Welche Rolle spielt hierbei das Gleichheitsversprechen der Menschenrechte? In welchem Zusammenhang steht dieses mit dem Zwang zur Konkurrenz?

21.10. Erich Später

Judenverfolgung im „Reichsprotektorat Böhmen und Mähren“

Mit der Besetzung Prags begann am 15. März 1939 eine sechsjährige deutsche Terrorherrschaft über das »Reichsprotektorat Böhmen und Mähren«. Erich Später schildert in dem Vortrag den Prozess der Entrechtung, Enteignung, Deportation und Ermordung der tschechischen Juden. Beispielhaft rekonstruiert er die Enteignung und Ermordung des jüdischen Ehepaares Waigner, dessen Prager Villa ein begehrtes Objekt der Begierde hoher Nazifunktionäre wurde. Den Zuschlag für die »Judenvilla« erhielt schließlich der SS-Offizier Hanns Martin Schleyer.

4.11. Daniel Kulla

Die Paranoia von der Weltverschwörung

 

Niemand regiert die Welt. Der Vortrag beschäftigt sich mit den Fragen, warum so viele Menschen, den sich derzeit im Internet entfaltenden, Verschwörungstheorien glauben schenken. Weshalb die Gesellschaft solche Mythen benötigt und wie es durch ideologisches Verschwörungsdenken für politische Gruppen möglich wird, von sich abzulenken und stattdessen ihren Feinde die Störung der “harmonischen” Ordnung zu beschuldigen.

 

18.11.  Jonas Müller

Geschichte des Rassismus

Im Vortrag soll grundlegendes Wissen zur Geschichte und Entwicklung des Rassismus vermittelt werden. Seit wann tritt Rassismus, also die Denkstruktur von der Unterschiedlichkeit der Menschen aufgrund ihrer „Abstammung“, auf? Wie entwickelte sich der Rassismus in verschiedenen geschichtlichen Epochen an unterschiedlichen Plätzen der Welt? Welche sozialen, wirtschaftlichen und politischen Ursachen liegen dem tödlichen Ressentiment zu Grunde und was für gesellschaftliche Funktionen erfüllt es?

 

2.12. Agnes Andrae

Europäische Flüchtlingspolitik

Der Vortrag soll Grundlagenwissen zum Themenkomplex europäische Flüchtlingspolitik vermitteln. Welche politischen und wirtschaftlichen Überlegungen liegen einer gemeinsamen europäischen Flüchtlingspolitik zu Grunde? Welche rechtlichen Grundlagen gestalten diese Politik? Wie sieht die konkrete Zusammenarbeit auf europäischer Ebene aus und warum kommt es so häufig zu Toten und Verletzen an den europäischen Außengrenzen?

16.12. Jan Nowak

Neonazis und die soziale Frage

 

Seit einigen Jahren treten Neonazis gehäuft mit sozialen oder gar antikapitalistischen Forderungen in die Öffentlichkeit. Auf welche strategischen Fragen und theoretischen Konzepte gründet dies? Wie sehen die „Wirtschaftsmodelle“ aus, die in der neonazistischen Rechten diskutiert werden und welche Parallelen gibt es bezüglich Auftritt und Inhalt mit dem historischen NS-Faschismus? Im Vortrag soll, neben diesen Fragen, auch ein möglicher Umgang von sozialen Akteuren, wie beispielsweise Gewerkschaften, mit dem Phänomen sozialer Forderungen von Rechts thematisiert werden.

25. 11. : Film über und Diskussion mit Karl Pfeifer

Zwischen allen Stühlen -Lebenswege des Journalisten Karl Pfeifer

19:00 Uhr Filmgalerie im Leeren Beutel

 

1938 flüchtet Karl Pfeifer als Zehnjähriger mit seiner Familie aus Österreich, zunächst nach Ungarn. Vier Jahre später erreicht er Palästina mit einem der letzten Kindertransporte des Hashomer Hatzair. Er lebt im Kibbuz, kämpft im Israelischen Unabhängigkeitskrieg und kehrt Anfang der 50er Jahre nach Österreich zurück.

Der Film begleitet Karl Pfeifer an zentrale Orte seines Lebensweges. Orte, an denen er antisemitischen Angriffen ausgesetzt war. Orte, an denen er seine politischen Einstellungen schärfte. Seinen Lebenswegen zu folgen bedeutet jedoch auch den Bahnen und Verstrickungen des österreichischen Antisemitismus zu folgen.

 


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Vorabinformation und Einladung

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Ausbildung ohne Übernahme ist wie Auto ohne Räder!


Foto by DGB Jugend Regensburg

Foto by DGB Jugend Regensburg

Foto by DGB Jugend Regensburg

Am 12.06.10 startete die DGB Jugend Bayern mit der Kampagne “Sozial unruhig”.

In Regensburg haben wir aus diesem Grund am 29.06.10 die Aktion “Auto ohne Räder” geplant und durchgeführt.

Eine Ausbildung ohne Übernahme ist wie ein Auto ohne Räder, so das Motto der DGB Jugend Regensburg.

Gerade Jugendliche sind in der Arbeitswelt stark betroffen: Niedriglöhne, Zeitverträge, Leiharbeit, Minijobs. In wenig abgesicherten Arbeitsverhältnissen steigt das Risiko, arbeitslos zu werden. Eine längerfristige Lebensplanung oder Familiengründung ist kaum noch möglich!

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Sozial unruhig- Jugendliche aus Ostbayern bei Auftaktveranstaltung zahlreich vertreten

Etwa 80 junge Gewekschafter_innen kamen zur Auftaktveranstaltung der DGB Jugend Bayern “Sozial unruhig” nach Nürnberg

Die junge Generation rutscht immer häufiger in unsichere Arbeits- und Lebensverhältnisse ab:
• Statt Übernahme droht immer öfter die Arbeitslosigkeit
• Statt guter Arbeit gibt es immer mehr prekäre Arbeitsverhältnisse: Leiharbeit, Befristungen, Minijobs, Niedriglohn
• Statt wenige trifft es jetzt alle
• Statt sozialem Aufstieg heißt es für viele nur noch „Abstieg“

Diese Entwicklung macht die bayerische Gewerkschaftsjugend sozial unruhig. Deshalb nimmt die DGB-Jugend Bayern die Zukunftsperspektiven junger Menschen in Bayern in den Blick.

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Anregung für lokalisten.de und die Antwort :-)

Hallo liebes Lokalisten-Team, (oder armer Praktikant, der diese Mail beantworten muss…;)

hab gerade meine Profilinformationen durchforstet und bin dabei auf den Reiter “Lehre” gestoßen.

Wollte bei euch anmerken, dass “Lehre” nicht der richtige Ausdruck ist. Es heisst “Ausbildung”, das haben Arbeitnehmervertreter, Gewerkschaften und Politiker durchgesetzt. Der Begriff “Lehre” lässt auf “Lehrling” schließen, und das impliziert ein nicht vorhandenes Kräfteverhältnis in der Ausbildung. Wir haben keine “Lehrlinge” (Stifte…) und “Meister”, es sind “Auszubildende” (Azubis) und “Ausbilder”.

Klingt jetzt nach Klugscheisser und Dipferlscheisser, aber oben genannte Organe haben lange dafür gekämpft, dass die Rechte von Azubis verbessert werden und sie nicht als “Stifte” diskriminiert und als “Arbeitssklaven” (siehe Leiharbeiter heute) missbraucht werden.

Es würde mich sehr freuen, wenn ihr diesen Punkt ändern würdet. Es ist mit wenig Aufwand verbunden und hat doch für viele User einen ideellen Wert. Außerdem bin ich der Meinung, dass solche Emails und Antworten, Reaktionen darauf, die Qualität eines Social Networks ausmachen. Die Welt braucht nämlich keine weitere “Wir wollen, dass Lokalisten die Lehre in Ausbildung umbenennt”-Gruppe!!

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hallo r…,

vielen dank für deine nachricht – diese wird natürlich sofort an die richtige stelle bei uns weitergeleitet.

schön das du dich so um die auszubildenden kümmerst – vieleicht können wir das ja wirklich in deinem sinne umändern.

viele grüße

dein lokalisten team

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hallo r…,

wir nochmal :) – wurde abgeändert – danke für deinen tip!

viele grüße
dein lokalisten team

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Das ging ja ratzefatze… greets@r… :-)

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DGB-KOVO / Deutsch-Tschechischer Austausch

DSCN2407

DSCN2407 by OJARegensburg

Gruppenfoto am Neupfarrplatz

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DGB-Trip nach Israel (14.4.2010)

Der Wecker klingelte endlich mal zu einer normaler Zeit, um halb acht. Nach ausgiebigen Frühstück haben wir endlich wieder unseren Gregory gesehen, unseren Busfahrer. Er ist der Einzige, der es schafft das „Raum-Zeit-Kontinuum“ zu überwinden und all unsere Verspätungen durch rasante Fahrt wieder aufzuholen ;-).

Aber diesmal hat er keine weite Fahrt gehabt: Wir haben uns heute ausschließlich in Beer Sheva aufgehalten. Es ist auch mal gut, wenn man die Stadt, mit der man die Partnerschaft hat, bissl besser kennenlernt.

Erster Termin war im Soroka-Krankenhaus. Das Soroka-Krankenhaus ist das größte Krankenhaus Israels. Die Betriebsratsvorsitzende Michal empfing uns in der Eingangshalle. Architektonisch übrigens mit einem 5-Sterne Hotel vergleichbar, O-Ton Schlomi!

Anfangs haben wir paar Infos über das Krankenhaus erhalten und Michal und ihre KollegInnen erzählten einiges über ihre Betriebsratsarbeit im Krankenhaus. Interessant war auch zu erfahren, dass das Soroka auch Verletzte und Kranke aus dem nahegelegenen Gaza-Streifen behandeln. Vor dem Rundgang durchs Krankenhaus zeigten sie noch einen kurzen Film über die 4-wöchige Bombadierung vom Gaza-Streifen aus (Sommer 2009). Einige Bomben schlugen unmittelbar neben dem Krankenhaus ein, dabei wurde auch ein Kind von einer Krankenschwester verletzt worden. Wie gingen die Israelis mit dieser Situation um? Michal erläuterte, dass einige KollegInnen fast 4 Wochen im Krankenhaus wohnten, weil sie nicht nach Hause konnten. Kinder wurden aus der Umgebung ins Krankenhaus gebracht, obwohl sie nicht verletzt waren und wurden im Krankenhaus unterrichtet. Es war eine absolute Ausnahmesituation, die sie mit viel Humor und positiven Gedanken bewältigten. Das war sehr beindruckend.

Anschließend brachte uns Michal in die „berühmte“ Säuglingsabteilung des Sorokas. Diese Abteilung ist deshalb so bekannt, weil hier jährlich 14.000 Säuglinge geboren werden. Das ist weltweit wohl die höchste Zahl. Da sind natürlich nicht nur die Israelis so fleißig, sondern auch die Beduinen und andere. Uzi meinte, dass es wohl auch daran liegen könnte, dass in der Wüste die Nächte lang und die Abwechslung selten ist….;-)

Wir durften direkt zu den gerade geborenen Säuglingen, ohne große Schutzmaßnahmen. Wir durften einer Mutter beim Baden ihres Babys zusehen und erfuhren alles über künstliche Befruchtung.

Anschließend gingen wir durch die Sterilisationsabteilung und die Notaufnahme und Traumaraum. Was kam wohl danach????????? Ja, essen! Nach dem Besuch der Kantine gings weiter zum „Ursprung“ der Geschichte, zu Abrahams Brunnen. Der alte Abraham hat sich irgendwann mal hier angesiedelt und einen Brunnen gegraben und ist damit berühmt geworden. Ich kann mich nimmer an die Story erinnern, war zu müde.

Anschließend gings endlich mal zum Shoppen. Unsere israelischen Freunde halfen beim Finden und Feilschen.

Abends gings dann in den Supermarkt, nicht zum Shoppen, sondern zum Abendessen (das Restaurant gehörte zum Supermarkt!), war lecker, mal asiatisch, mal was anderes nach einer Woche.

Das offizielle Programm beendeten wir im Histadrutgebäude mit einem längeren Vortrag vom Vorsitzenden der Histadrut Beer Sheva, HaNegev, Meir Babayoff.

Alle Details zum Abschlussgespräch überlass ich dann mal dem lieben Rico.

Simone

(Vielen Dank, Simone)

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DGB-Trip nach Israel (13.4.2010)

Wie erwähnt hat der Wecker heute ganz schön früh geklingelt. Um 4 Uhr gings nämlich schon los nach Masada zur ehemaligen jüdischen Festung. Dort erwartete uns nach „ein paar“ Stufen ein Sonnenaufgang über dem Toten Meer. Danach eine Führung durch die Festung, die von König Herodes ca. 40 v. Chr. gebaut wurde. Wirklich toller „Palast“ und tolle Aussicht aufs Tote Meer. Allerdings waren wir alle noch ein wenig erschlagen vom frühen Aufstehen und hatten mit der Müdigkeit zu kämpfen. Als es dann an den Abstieg ging, entschieden sich die meisten dafür, den Treppenpfad runterzulaufen. Eine Entscheidung, die wir morgen sicher mit Muskelkater büßen müssen, weil es wirklich steil bergab ging und wir mehrere hundert Stufen zu bewältigen hatten. Ziemlich heiß war es inzwischen auch geworden, obwohl es erst 9 Uhr war.

Es ging dann weiter zu „DSM“ (= Dead Sea Magnesium Ltd.). Das ist ein Chemiebetrieb, der aus dem Magnesium vom Toten Meer unter Anderem Magnesiumbarren herstellt. Dort durften wir dann nach einer Sicherheitsunterweisung ausgestattet mit Jacke, Helm, Schutzbrille und „Gasmaske“ auch eine geführte Tour durchs Werk machen.

Höhepunkt des Tages war dann das Baden im Toten Meer. Schon oft davon gehört wars echt lustig, mal selber in dieser Salzbrühe zu liegen ohne unterzugehen :).

Jetzt am Abend sitzen wir mit den israelischen Freunden in unserem “Wohnzimmer” in unserem Hostel in Beer Sheva unterhalten uns und trinken ein wenig Bier und Wein. Morgen ist schon unser letzter Tag, bevor es am Donnerstag um 3 Uhr nach Tel Aviv zum Flughafen geht und von dort ins kalte Deutschland zurück *brrrr*.

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DGB-Trip nach Israel (12.4.2010)

Heute waren wir in Jerusalem. Um 9.30 Uhr sind wir in Yad Vashem angekommen. Da ist ein großes Holocaust-Gedenkzentrum, durch das wir von einem charismatischen Guide eine Führung bekamen. Doch bevor wir hinein durften, mussten wir erst einmal die Sicherheitsmaßnahmen über uns ergehen lassen. Denn heute, am Holocaust-Gedenktag, war das Zentrum sehr gut besucht. Sowohl Staatspräsident, Premierminister, als auch andere hochrangige Minister_innen* waren zu Besuch, um gemeinsam zu Gedenken. Um 10 Uhr dann, kurz bevor wir rein konnten, gingen im ganzen Land sämtliche Sirenen los und Israel stand für zwei Minuten still. Komplett still. Ein Land in Trauer, ein Land Gedenkt und mahnt alle Völker und Religionen dieser Welt. Es war wahnsinnig eindrucksvoll.

Im Gedenkzentrum wurde dann der Shoa mal von einer ganz anderen Seite aufgezeigt und dargestellt. Von der Seite der Juden, aus der Sicht eines Juden, aus der Sicht des Volkes, was so sehr unterm Nazi-Regime gelitten hat. Ihr könnt euch vorstellen, dass man die 3 stündige Führung schwer in Worte fassen kann. Zumindest gelange ich da an meine Grenzen, die vielen Gefühle, die dabei hochgekommen und entstanden sind, in einem Text fest zu halten. Ein paar Bilder haben wir unerlaubter Weise gemacht, die sind online, was ich dazu fügen kann bzw. möchte ist eigentlich nur das, was ich schon gesagt habe. Es war anders als die Gedenkstätten in Deutschland, nicht weniger bedrückend und eben aus einer anderen Sichtweise heraus.

Danach sind wir in einer Gedenkstätte (immer noch in Yad Vashem) für die ermordeten Kinder im dritten Reich gegangen. Ein Gang führte in einen Raum, beides völlig dunkel. Im Raum standen lediglich fünf Kerzen, die sich in den systematisch angelegten Spiegeln an Wänden und Decke spiegelten. So erschien das Bild, dass unendlich viele, kleine Sterne in diesem dunklen Raum aufleuchten. Im Hintergrund wurden in verschiedenen Sprachen die Daten der ermordeten Kinder aufgesagt.

Anschließend ging es dann ins „Tal der Gemeinden“, in dem wir unsere Gedenk-Zeremonie abhielten. Wie vor einem Jahr in Deutschland (damals in Flossenbürg), hatten wir die Zeremonie vorher vorbereitet, sodass jeweils einer der israelischen Freunde und ein Deutscher einen der ausgewählten Texte vortrug, also einmal auf Deutsch und einmal in Hebräisch. Geschlossen haben wir mit der Niederlegung von zwei Kränzen, „Den Toten zum Gedenken, den Lebenden zur Mahnung“, so der deutsche Text, die Zeremonie abgeschlossen. Die Zeremonie ging, genau wie letztes Jahr, wieder sehr nahe.

Das alles hat neben dem komischen Bauchgefühl auch ein anderes Bauchgefühl hinterlassen: Hunger! Unglaublich, das war überraschend, dass wir tatsächlich in diesem Land Hunger haben konnten. Bei den Massen an Schlemmereien, die wir ständig serviert bekommen. Also gingen in Jerusalems „Neustadt“ etwas essen, wobei „etwas“ untertrieben ist. Aber es sind ja etliche Essensfotos online, das habt ihr ja schon mitbekommen.

So konnten wir frisch gestärkt in die Altstadt ziehen. Und was es natürlich als Erstes zu erkunden hieß, war der wahnsinnig riesige Basar! Dank unseren feilschfreudigen israelischen Freunde konnten wir die Preise sehr gut drücken, also ganz tolle Sachen für wenig Geld unseren Daheimgebliebenen kaufen. Anschließend besichtigten wir noch die Grabeskirche und die Klagemauer, was deutlich die, meiner persönlichen Meinung nach, Perversität aufzeigt, mit der manche Menschen ihre Religion ausleben. Whatever.

Der krönende Abschluss dieses abwechslungsreichen Tages war die Einladung in das Haus von Schlommi, einer unserer israelischen Freunde. Er hat uns zu sich zum Kaffee eingeladen, was nicht ganz der Wahrheit entsprach, da auch er wieder gut Snacks aufgetischt hatte (bzw. seine Frau). Er hat ein tolles Zuhause, durch das er uns stolz geführt hat. Ich hab sogar sehr intensiv das „Arbeitszimmer“ seiner beiden Kinder (der kleine Ofek, 9 Jahre und die große Bar, 14 Jahre) benutzt, da ich ja die Social Networks pflegen musste. :)

Danach gings dann, völlig erdrückt von dem langen, ereignisreichen Tag, ins Bett, ohne das Tagebuch zu aktualisieren. Ich denke, aufgrund des langen Eintrages von einem der „schönsten“ Tage könnt ihr das verstehen.DG

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